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    Einfluss der Ermüdung auf die Koordination der unteren Extremität (S-07)

    Freitag, 28. September 2018 I 13:45 - 14:30

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    Die Folgen der Ermüdung auf die Koordination der unteren Extremität werden in der Literatur kontrovers diskutiert. Es gibt allerdings wenige Informationen über den Einfluss von Ermüdung auf die funktionelle Stabilität der unteren Extremität während einer Ermüdungsaufgabe, wie es häufig im Alltag, Sport oder in einer therapeutischen Intervention vorkommt. Die oft verwendeten koordinativen Testverfahren werden vor oder unmittelbar nach einer Ermüdungsaufgabe absolviert (Maldemi 2008; Walsch 2008; Letafatkar et al 2009; Negahban et al. 2012). Zur Überprüfung der funktionellen Stabilität der unteren Extremität werden zudem häufig Kniebeugetestverfahren verwendet, ohne dabei die kinematische Dosierung wie Kniebeugewinkel und Bewegungsgeschwindigkeit exakt zu berücksichtigen.

    Ziel der Studie war es, die funktionelle Stabilität der unteren Extremität während einer Ermüdung mittels eines objektiven und zuverlässigen Kniebeugetestverfahrens zu untersuchen.

    Die funktionelle Stabilität der unteren Extremität wurde anhand eines standardisierten Kniebeugetestverfahrens untersucht. Alle Probanden führten auf einer Kraftmessplatte jeweils 30 Kniebeugen auf dem linken und dem rechten Bein durch. Mit Hilfe der Biofeedbackfunktion des Messgerätes wurden die individuelle Bewegungskurve und der zeitliche Ablauf in Form von Sinuswellen vorgegeben. Die individuell vorgegebene kinematische Dosierung (Kniebeugewinkel und Bewegungsgeschwindigkeit) galt es für den Probanden einzuhalten und zu reproduzieren. Die Reliabilität des Kniebeugetestverfahrens wurde an 24 gesunden Probanden im Alter von 25,88 (± 6,17) überprüft. Der Einfluss der Ermüdung auf die Koordination und funktionelle Stabilität der unteren Extremität wurde an 74 männlichen Probanden mit einem durchschnittlichen Alter von 39 (±8,7) Jahren und einem mittleren BMI von 27 (± 3,7) getestet. Die Probanden waren alle aktive, gesunde und arbeitsfähige Berufsfeuerwehrmänner. Es wurde darüber hinaus überprüft, ob das Alter, der BMI (Body Mass Index) sowie das im Stand mehr belastete Bein die funktionelle Stabilität und die Ermüdung beeinflussen. Bei weiteren 22 gesunden Probanden im Alter von 21,8 (± 1,8) wurde parallel zum Kniebeugetestverfahren zusätzlich die EMG-Aktivität des M. vastus medialis analysiert.

    Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass mit einem steigenden BMI und mit zunehmendem Alter die muskuläre Ermüdung früher eintritt und es dadurch zu einer Beeinträchtigung der funktionellen Stabilität der unteren Extremität kommt.

    Referenten

    Prof. Dr. Konstantin Karanikas

    Wissenschaftlicher Leiter FHM Bamberg, Studiengangleiter Physiotherapie, Fachhochschule des Mittelstandes Bamberg FHM

    Raum

    Congress Saal

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