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    Schmerz bei Menschen mit Demenz. Besondere Anpassungen des Schmerzassessments in der Physiotherapie (S-09)

    Freitag, 28. September 2018 I 16:30 - 17:15

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    Abhängig von der Lokalisation der neurodegenerativen Veränderungen im Gehirn können bei Menschen mit Demenz starke Schmerzen auftreten. Schon leichte Berührungen können heftige Schmerzreaktionen auslösen. Jedoch kommunizieren Menschen mit Demenz ihre Schmerzen oft nicht eindeutig; manchmal reagieren sie aggressiv oder aufgeregt oder sie wirken apathisch. Unerkannte Schmerzen führen oft dazu, dass sich Patienten missverstanden, traurig oder mutlos fühlen bis hin zu Wut und dabei Lebensqualität einbüßen. In der Schmerzphysiotherapie ist es daher für die Behandelnden unabdingbar wichtige Verhaltensweisen, die auf Schmerzen hinweisen, zu erkennen. Deswegen braucht das Assessment hier besondere Anpassungen um dieser Klientel gerecht zu werden. Abhängig von der Art der Demenz werden Unterschiede im Schmerzverhalten erklärbar. Auch andere Variablen, wie z.B. Vorerfahrungen, Erinnerungen, Einstellungen, Überzeugungen, Ängste, Reaktionen des sozialen Umfeldes und Interaktionen mit Behandelnden, wirken hier ein. Ziel des multidimensionalen Assessments ist es, ein umfassendes Bild bezüglich der einwirkenden Schmerzmechanismen und ihrer funktionellen Auswirkungen zu erhalten. Dazu sind Informationen über die individuelle biologische, psychologische und soziale Problematik sowie die Ressourcen des älteren Menschen in seiner Lebenswelt notwendig. Nur so gelingt es, ein personenzentriertes, ressourcenorientiertes Behandlungsprogramm zusammenzustellen und dem Patienten so lange wie möglich Autonomie (trotz Schmerzen) zu ermöglichen. Beim Assessment kommen altersadjustierte und möglichst valide und reliable Assessmentinstrumente und Tests zur Anwendung. Das Schmerzassessment bei Menschen mit Demenz ist für die Behandelnden eine besondere Herausforderung, da dementielle Erkrankungen mit dem Verlust kognitiver und/oder kommunikativer Fähigkeiten einhergehen. Dennoch gilt auch hier, genauso wie bei Menschen ohne kommunikative/kognitive Probleme, die Selbstauskunft als Goldstandard. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Anpassung der Assessmentinstrumente. Im späteren Stadium bieten speziell entwickelte Beobachtungsskalen die Möglichkeit zur Fremdeinschätzung von Schmerzen bei Menschen mit Demenz. Der Vortrag bietet eine breite Palette an Informationen über das Schmerzassessment bei Menschen mit Demenz, einem Gebiet, an welches sich die Physiotherapie erst langsam herantastet. Definitionen und Schmerzprävalenz bei Menschen mit Demenz / Wichtige Variablen mit Einfluss auf das Schmerzerleben bei Menschen mit Demenz / multidimensionales Assessment & Anpassungen der Assessmentinstrumente für Menschen mit Demenz

    Referenten

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    M. Sc. Phys. Marjan Laekeman

    Referentin Spezielle Schmerzphysiotherapie, Bochum

    Raum

    Congress Saal

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