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    Mobilität im Alter – Herausforderung im Gesundheitswesen Training im Alter (S-10)

    Freitag, 28. September 2018 I 16:30 - 17:15

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    In den meisten industrialisierten Ländern steigt die durchschnittliche Lebenserwartung seit Jahren an. Der Trend der „Gesellschaft des langen Lebens“ spiegelt sich darin wieder, dass um 1900 65-jährige im Schnitt nur noch 10.7 Lebensjahre vor sich hatten. Heute sind es im Durschnitt 19 Jahre. Es wird angenommen, dass dieser Trend auch in der Zukunft anhält. Der Anstieg der Lebenserwartung bringt die große Herausforderung mit sich, die Gesundheit und Selbständigkeit älterer Personen aufrecht zu erhalten oder zu verbessern. Personell und finanziell ist das heutige Gesundheitswesen heute schon überlastet. Mit dem steigenden Anteil immer älter werdender Mitbürger und damit einhergehend mit einem immens steigenden Pflege- und Betreuungsaufwand ist ein Kollaps des Pflegewesens unvermeidbar, sofern es nicht gelingt, diesen Aufwand - natürlich ohne Beeinträchtigung des Wohlbefindens der Betroffenen - erheblich zu reduzieren. Die maximale Lebenszeit und deren Lebensqualität wird durch das Altern ausschlaggebend bestimmt. Das Altern kann unterschieden werden in primäres und sekundäres Altern. Primäres Altern wird durch zelluläre Abbauprozesse bestimmt, die in Abwesenheit von Krankheiten ablaufen. Sekundäres Altern hingegen wird beeinflusst durch Faktoren, die die maximale gesundheitliche Lebenserwartung negativ beeinträchtigen. Darunter fallen Bewegungsmangel, Fehlernährung, Krankheiten sowie Suchtmittel. Diese Faktoren können durch Professionen des Gesundheitswesens positiv beeinflusst werden. Um sowohl die Selbstständigkeit als auch die Gesundheit von älteren Personen zu gewährleisten, ist hierbei hohe fachliche als auch menschliche Qualifikation erforderlich. Das Systemisch Medizinische Mobilitätstraining für Senioren (SMMS) ist ein mit wissenschaftlichen Methoden fundiertes und auf Praxistauglichkeit erprobtes Konzept. Das SMMS greift die Komponenten der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) und das aktuelle körperliche und geistige Leistungsvermögen einer Person auf. Eine hierauf aufbauende Testbatterie erlaubt eine Einteilung und Klassifikation der Probanden. Das erlaubt die Erstellung eines individuell abgestimmten Trainingsprogramms und eine systematische Erfolgskontrolle. Wenn es gelingt, ein solches systematisches Verfahren - mit seinen nachweisbaren Erfolgen - flächendeckend zu verbreiten, kann ein wesentlicher Beitrag zur längeren Selbständigkeit, zum Wohlbefinden von älteren Personen und auch zur Verringerung des Pflegeaufwands geleistet werden. Dieser Vortrag soll mögliche Einsatzgebiete des SMMS in der Physiotherapie aufzeigen, um den Herausforderungen der Gesellschaft des langen Lebens zu begegnen.

    Referenten

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    Dr. Slavko Rogan

    Dozent Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit, Bern, Schweiz

    Raum

    Tagungsraum 2

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