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    Evidenzbasierte Physiotherapie bei Chronic Pelvic Pain Syndrome. Was hilft gegen den chronischen Schmerz im Unterbauch? (S-11)

    Freitag, 28. September 2018 I 17:15 - 18:00

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    Das chronische Unterbauchschmerzsyndrom (chronic pelvic pain syndrome – CPPS) ist assoziiert mit hohen Prävalenzraten bei Frauen und Männern. Die Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Urologie definiert CPPS als andauernder oder intermittierender Schmerz für mindestens sechs Monate, welcher wahrgenommen wird in mit dem Becken in Verbindung stehenden Strukturen. Es wird von einer multifaktoriellen Ätiologie ausgegangen, wobei die auslösenden und aufrechterhaltenden Mechanismen noch nicht abschließend geklärt sind. Das Beschwerdebild ist heterogen mit Schmerzen, dysurischen Symptomen, myofaszialen und arthrogenen Störungen, psychosozialen Faktoren wie Katastrophisieren oder Angst-Vermeidungs-Verhalten, psychische Störungen wie Depression und Ängstlichkeit sowie einer Verminderung der Lebensqualität. Die Behandlung dieser Patient*innengruppe stellt eine Herausforderung dar und sollte gemäß der Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Urologie multimodal unter Einbezug der Physiotherapie erfolgen. Physiotherapie wird von der großen Mehrzahl der Patient*innen in Anspruch genommen. In zahlreichen Studien konnten positive Effekte von physiotherapeutischen Maßnahmen auf Schmerz, Funktion und Lebensqualität nachgewiesen werden. Darüber hinaus scheint Physiotherapie eine wichtige Rolle bei der psychomotorischen Funktion, der Arbeitsfähigkeit und dem Empowerment von Patient*innen mit CPPS zu spielen. Trotz der hohen Prävalenzen wird CPPS häufig nicht erkannt und auch in der deutschen Physiotherapie ist bislang wenig über das Schmerzsyndrom und deren Behandlungsmöglichkeiten bekannt. Der Vortrag wird daher der Frage nachgehen, wie das physiotherapeutische Management von Patient*innen mit CPPS aus evidenzbasierter Sicht aussehen kann. Nach einer allgemeinen Einführung in das Krankheitsbild werden Aspekte der physiotherapeutischen Untersuchung erörtert und abschließend die Evidenz verschiedener physiotherapeutischer, aber auch multimodaler Behandlungsansätze diskutiert.

    Referenten

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    Susanne Klotz

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Raum

    Congress Saal

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