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    Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung und deren Anwendung in der Bewegungstherapie (S-12)

    Freitag, 28. September 2018 I 17:15 - 18:00

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    Die aktuelle Evidenzlage zeigt, dass Bewegung und Sport vielfältige positive Wirkungen auf die physische wie psychische Gesundheit besitzen. Hingegen ist Bewegungsmangel weltweit einer der größten Risikofaktoren für frühzeitigen Tod und ist in einkommensstarken Ländern für 7,7 % aller Todesfälle verantwortlich (WHO, 2009). Darüber hinaus ist Bewegungsmangel mit einem erhöhten Risiko assoziiert, an chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes Mellitus Typ 2, koronarer Herzkrankheit oder Krebs zu erkranken (Lee et al., 2012). Trotz dieser Risiken und den positiven Wirkungen körperlicher Aktivität, erreichen nur 45,5 % der Deutschen Frauen und 51 ,2 % der Frauen das empfohlene Maß von 150 Minuten ausdauerorientierter körperlicher Aktivität pro Woche (Lange & Finger, 2017). Vor diesem Hintergrund wird die Entwicklung nationaler Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung von der WHO (2004) und die Europäische Kommission (2008) befürwortet, um Impulse für die Bewegungsförderung in den einzelnen Ländern zu setzen. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung veröffentlicht (Rütten & Pfeifer, 2016). Die Formulierung dieser Empfehlungen durch ein wissenschaftliches Konsortium wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Die Nationalen Empfehlungen sind in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden konkrete Empfehlungen für den Umfang und die Intensität von Bewegung für die Zielgruppen Kinder & Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen und Menschen mit einer chronischen Erkrankung formuliert. Im zweiten Teil werden Empfehlungen ausgesprochen, wie es gelingen kann, Bewegung bei diesen verschiedenen Zielgruppen zu fördern. Das Setting der gesundheitlichen Versorgung wird sowohl bei Erwachsenen, Älteren Erwachsenen als auch Erwachsenen mit einer chronischen Erkrankung als wichtige Lebenswelt zur Bewegungsförderung identifiziert, in der Bewegung gefördert werden sollte. Im Kontext der medizinischen Rehabilitation stellen bewegungstherapeutische Leistungen eine wichtige Säule dar und machen über alle Indikationen hinweg mit 60,8 % der therapeutischen Leistungen den größten Anteil aus (Brüggemann et al., 2018). Die nachhaltige Bindung an einen eigenständigen, gesundheitswirksamen körperlich-aktiven Lebensstil stellt ein zentrales Ziel der Bewegungstherapie dar (KTL, Deutsche Rentenversicherung Bund 2014). Um dieses Ziel zu adressieren, sollten entsprechende Maßnahmen vor allem theorie- und evidenzbasiert, auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten und verhaltensbezogen sein (Rütten & Pfeifer, 2016). Einen konzeptionellen Rahmen für die Bewegungsförderung bietet das Modell der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz (Pfeifer & Sudeck, 2016). Gerade die Integration von verhaltensbezogenen Interventionstechniken in die Bewegungstherapie stellt einen vielversprechenden Weg zur Initiierung eines körperlich aktiven Lebensstils dar (Geidl, Semrau & Pfeifer, 2014).

    Referenten

    Rene Streber, wissenschaftlicher Mitarbeiter,

    Verena Hartung

    Department für Sportwissenschaft und Sport, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Raum

    Tagungsraum 2

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