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    Pulmonale Rehabilitation bei chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen Training bei COPD und idiopathischer Lungenfibrose (IPF) (S-21)

    Samstag, 29. September 2018 I 09:30- 10:15

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    Atemwegs- und Lungenerkrankungen gehören neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates zu einer der bedeutendsten Krankheitsgruppen und stellen eine zunehmende Herausforderung im deutschen Gesundheitswesen dar. Zugleich bildet dieses Arbeitsfeld enorme Chancen und Potenziale für die Physiotherapie. Patienten mit obstruktiven oder restriktiven Erkrankungen der Lunge wie COPD und idiopathischer Lungenfibrose (IPF) leiden oftmals an Atemnot und Erschöpfung, die negativen Einfluss auf die körperliche Belastbarkeit haben. Sie neigen deshalb dazu, körperliche Anstrengung zu meiden. Körperliche Schonung führt aber zu einer Dekonditionierung des Herzkreislaufsystems, der Muskulatur und begünstigt Begleiterkrankungen wie Osteoporose und Diabetes, die sich negativ auf den ursächlichen Bewegungsmangel auswirken – die Atemnot wird langfristig verstärkt. Diese verhängnisvolle Spirale endet in einer erheblichen körperlichen Schwächung mit negativen Auswirkungen auf die Lebensqualität und Belastbarkeit des Erkrankten. Körperliches Training hat sich als eine sichere und wirksame Therapiemaßnahme in der Prävention und Rehabilitation von chronischen Erkrankungen erwiesen. Aktuelle Arbeiten zeigen eine signifikante Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Atemnot und Lebensqualität von Patienten mit COPD und IPF. Vor diesem Hintergrund ist körperliches Training ein vielversprechender Behandlungsansatz. Während für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD eine starke Evidenz für die Effekte körperlichen Trainings auf Leistungsfähigkeit und Lebensqualität vorliegt, ist die Datenlage für IPF jedoch weniger belastbar. Trainingsgestaltung und Durchführung bei obstruktiven und restriktiven Lungenerkrankungen sind durchaus anspruchsvoll. Belastungsabhängige Atemnot aber auch andere Symptome wie Ermüdung und Schmerzen der Beine, Erschöpfung und Sauerstoffmangel sind häufige Gründe für Belastungsabbruch. Trotz der teils ähnlichen Symptomatik sind COPD und IPF differenziert voneinander zu betrachten. Das Verständnis der Trainingsmethoden und der Pathophysiologie der Erkrankungen ist entscheidend für eine erfolgreiche Intervention und die Grundlage für eine zielorientierte physiotherapeutische Behandlung. Anhand von Assessments lassen sich Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten objektivieren. Zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit eignen sich besonders der 6-Minuten Gehtest und die Stufenwattergometrie. Zur Objektivierung der Lebensqualität werden Fragebögen wie der CRQ, CAT oder u.a. SF36 verwendet. Die neuen Regelungen des langfristigen Heilmittelbedarfs und die seit Oktober 2017 bestehende Verordnungsmöglichkeit nach Maßgabe der Heilmittel-Richtlinie im Rahmen des Entlassmanagements bieten der Physiotherapie die Möglichkeit einer direkten und nachhaltigen Versorgung von Patienten mit COPD und IPF. Lassen Sie uns Knowhow und Rahmenbedingungen nutzen für eine bestmögliche Versorgung unserer Patienten.

    Referenten

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    Dr. rer. medic. Sebastian Teschler

    Physiotherapeut (Spezialist für Atmungssystem-Therapie und Training), Geschäftsführer Zwanzig Neun Fünf (Reha Vital GmbH), Essen

    Raum

    Congress Saal

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