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    Motivational Interviewing in der Physiotherapie Ressourcen aktivieren – Veränderung begleiten (S-23)

    Samstag, 29. September 2018 I 10:15 - 11:00

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    Viele physiotherapeutische Behandlungen werden insbesondere dann von Erfolg gekrönt sein, wenn der Patient sich aktiv einbringt und sein Übungs-, Alltags- und Aktivitätsverhalten ändert. Mit dem Motivational Interviewing steht dem Therapeuten ein bewährter Kommunikationsansatz zur Verfügung, um den Patienten bei einer nachhaltigen Verhaltensänderung zu unterstützen und seine Ressourcen und Fähigkeiten zur Entfaltung zu bringen. Der Ansatz wurde vor über 30 Jahren von William Miller zur Behandlung von Suchtpatienten entwickelt. In den letzten Jahrzenten differenzierte er diesen zusammen mit Steven Rollnick weiter aus. Mittlerweile ist Motivational Interviewing in vielen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens ein anerkannter und evidenter Ansatz der Gesprächsführung. Das eklektisch zusammengestellte Konzept basiert auf einem Menschenbild, das an die humanistische Psychologie angelehnt ist und durch einen partnerschaftlichen, autonomiewahrenden und anteilnehmenden Umgang mit dem Patienten gekennzeichnet ist. Dadurch gelingt es, Vertrauen zu schaffen, eine tragfähige sowie wertschätzende Beziehung aufzubauen und den Patienten als Experten seines Lebens in die Behandlung zu integrieren. Die Grundannahme des Ansatzes ist, dass Menschen nicht unmotiviert oder änderungsfeindlich sind, sondern bereits Motivation und Potentiale zur Gestaltung in sich tragen. Diese werden gemeinsam im Gespräch sichtbar und offenbar. So werden die Patienten zum Fürsprecher ihrer Veränderung und zum Partner im Therapieprozess. Dieser Stil der Kommunikation ist eine vielversprechende und grundlegende Erweiterung der physiotherapeutischen Behandlung und des Reasoning-Prozesses. Motivational Interviewing ist mehr als nur eine Technik. Es geht vielmehr um eine grundlegende Haltung und Perspektive auf die eigene Arbeit, auf die Rolle des und die Beziehung zum Patienten. Der Patient wird als bewusster Gestalter der Therapie gesehen und als eigenverantwortlicher Partner gestärkt. Im Rahmen des Vortrags werden die Grundlagen des Ansatzes erläutert und die spezifischen Techniken im Kontext der Physiotherapie vorgestellt. Dabei wird die Bedeutung des Motivational Interviewings vor dem Hintergrund der spezifischen Voraussetzungen in der Physiotherapie erläutert und das Integrationspotential beispielhaft dargestellt. Mit Hilfe des Motivational Interviewings gelingt es dem Therapeuten, eine tragfähige Therapeuten-Patienten-Beziehung herzustellen, bestehende Änderungsmotivation hervorzulocken, mit schwierigen Situationen effektiv umzugehen und Lebensstiländerungen bewusst zu begleiten.

    Referenten

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    Prof. Dr. Thomas Messner

    Professor für Gesundheitswissenschaften, DHBW Lörrach

    Raum

    Congress Saal

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