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    Effekte von Sport in der Schwangerschaft Fokus Beckenboden (S-31)

    Samstag, 29. September 2018 I 16:00 - 16:45

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    Gesundheitsbewusstes Verhalten während der Schwangerschaft nimmt einen zunehmend größeren Stellenwert im Bewusstsein Schwangerer ein. Dies gilt auch für sportliches Handeln. Während die diversen positiven Effekte von Sport vielfach belegt sind, existieren noch keine Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf den Beckenboden der Schwangeren. Sport im Allgemeinen kann sich, je nach Sportart und Intensität, sowohl positiv, als auch negativ auf die Funktionalität des Beckenbodens auswirken. Hieraus resultieren Unsicherheiten in der Beratung von Schwangeren bezüglich empfehlenswerter körperlicher Aktivitäten. Aufgrund unterschiedlicher Empfehlungen und einem Mangel an klaren Definitionen in Informations- und Aufklärungsmaterialien wird diese Wissenslücke mit Fehlannahmen und Gerüchten gefüllt. Ziel der Ausarbeitung ist es folglich, diese Lücke zu schließen. Dazu werden, ergänzend zu den schwangerschaftsbedingte Faktoren, auch sportartspezifische Aspekte in ihrer Auswirkung auf den Beckenboden dargestellt und in ihrem gemeinsamen Wirken beschrieben (Schulte-Frei & Jäger, 2016). In ihrer Gesamtheit können hieraus Empfehlungen für prepartale, sportliche Betätigungen abgeleitet werden. Methode

    Im Rahmen des methodischen Vorgehens wurden die Ergebnisse aus dem Systematischen Review zum Leistungssport (Schulte-Frei & Jäger, 2018 [in press]), in welchem vier Ursachen für das Zustandekommen von Beckenbodendysfunktionen herausgearbeitet wurden (Struktur, Trainingsintensität, psychische und hormonelle Faktoren) auf schwangerschaftsbedingte Veränderungen des Beckenbodens übertragen. Ergebnisse

    Eine Übertragbarkeit war aufgrund großer Schnittmengen möglich. So zeigte sich, dass neben hormonellen Veränderungen, welche die strukturelle Gewebekonstitution beeinflussen (bspw. Relaxin), zeigte sich, dass auch psychische Faktoren und die sich dynamisch verändernde Statik einen großen Einfluss auf die Funktionalität des Beckenbodens haben. Aufgrund von veränderter Muskelfunktion und Organlage, sowie unregelmäßig zunehmendem Körpergewicht veränderte sich auch die Belastungsintensität bei Sport, was wiederum die Wahrscheinlichkeit einer Beckenbodendysfunktion erhöht. Zusammenfassung Unter Inbetrachtnahme sämtlicher Faktoren aus beiden Forschungsgebieten konnten Empfehlungen zur körperlichen Betätigung während der Schwangerschaft erarbeitet werden. Es zeigte sich, dass insbesondere sportliche Aktivitäten mit stoßarmen Belastungen gewählt werden sollten. Die Wahl einer adäquaten, sportlichen Belastung ermöglicht eine Ausschöpfung der allgemeinen positiven Effekte. Unter Berücksichtigung der Empfehlungen ist es möglich Beckenbodendysfunktionen zu vermeiden. Darüber hinaus könnte sich ein solches Training präventiv auf Beckenbodendysfunktionen auswirken.

    Referenten

    Prof. Dr. Birgit Schulte-Frei

    Dekanin, Fachbereich Gesundheit und Soziales Hochschule Fresenius, Fachbereich Gesundheit und Soziales, Köln

    Raum

    Tagungsraum 2

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