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    Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen – ist das sicher und effektiv? (W-02)

    Freitag, 28. September 2018 I 11:30 - 13:00

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    Um funktionellen und gesundheitlichen Beschwerden vorzubeugen, wird von mehreren anerkannten Organisationen für Kinder und Jugendliche täglich eine mindestens 60-minütige körperliche Bewegung, mit mäßiger bis hoher Intensität, empfohlen. Darüber hinaus sollte ergänzend ein regelmäßiges Krafttraining absolviert werden. Beispielsweise zeigt dieses einen positiven Einfluss auf die Knochenmineraldichte, Kontrolle des Körpergewichts und Prävention von Sportverletzungen. Zudem erhöht es das psychosoziale Wohlbefinden und Selbstvertrauen der Heranwachsenden. Doch häufig besteht eine gewisse Unsicherheit bei Therapeuten und Trainern, wenn sie für diese Altersgruppen ein Krafttraining durchführen sollen. Vor allem die Angst, die Wachstumsfugen der Knochen zu schädigen und dadurch Wachstumsstörungen hervorzurufen, führt oft zu einer starken Zurückhaltung. Wissenschaftlich betrachtet gibt es dazu jedoch keinen Grund. Mit einer professionellen und angepassten Trainingssteuerung, welche die physischen und psychosozialen Besonderheiten von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt, ist das Risiko hierfür wesentlich geringer als bei der Ausübung von gängigen sportlichen Aktivitäten wie beispielsweise Fußballspielen. Daher gibt es kein grundsätzliches Mindestalter, ab dem mit einem Krafttraining begonnen werden kann. Kinder sollten jedoch eine gewisse physische, kognitive und soziale Reife aufweisen. Diese haben sie meist ab dem Alter von sieben bis acht Jahren. Von da an kann mit der Ausbildung von technischen Fertigkeiten vieler verschiedener Übungen begonnen werden. Die Annahme, dass Krafttraining bei Kinder und Jugendlichen, aufgrund des geringeren Testosteronspiegels im Vergleich zu Erwachsenen, nicht effektiv ist, kann wissenschaftlich betrachtet ebenso wenig nachvollzogen werden. In der Literatur werden Kraftsteigerung von bis zu 74 % nach einem achtwöchigen progressiven Training beschrieben, wenn auch die meisten Studien nur eine Steigerung von 30-50 % zeigen. Im Kindesalter erfolgt die Anpassung allerdings mehr auf neuronaler als auf morphologischer Ebene. Daher gibt es kaum geschlechtsspezifische Unterschiede. Erst ab dem Jugendalter kann verstärkt eine Muskelhypertrophie, vor allem bei Jungs, beobachtet werden. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass ein Krafttraining im Kindes- und Jugendalter mit einer professionellen und angepassten Trainingssteuerung absolut sicher und effektiv ist. Die Vorteile überwiegen deutlich den möglicherweise entstehenden Risikofaktoren für Folgebeschwerden.

    Agenda:

    • Die Bedeutung des Krafttrainings im Kindes- und Jugendalter

    • Ist Krafttraining im Kindes- und Jugendalter sicher?

    • Ist Krafttraining im Kindes- und Jugendalter effektiv?

    • Spezifische Parameter für das Krafttraining mit Kindern und Jugendlichen

    • Praktische progressive Krafttrainingsprogramme für Kinder- und Jugendliche

    Teilnehmerbegrenzung

    Referenten

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    Patrick Hartmann

    Master of Science in Sports Injury Management, hpPHYSIO,
    FOMT-Lehrteam, Stuttgart

    Raum

    Tagungsraum 3

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