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    Der Einbezug des autonomen Nervensystems in die Therapie (WS-30)

    07.09.19 | 14:15 – 15:45 Uhr

    Art der Veranstaltung
    Kongressworkshop
    Veranstaltungsort:
    RuhrCongress Bochum, Tagungsraum 1
    Kategorie:
    medizinische Rehabilitation, Prävention, Sporttherapie, Sportmedizin, Reha- und Gesundheitssport, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Ergotherapie
    Zielgruppe:
    Trainer und Übungsleiter Reha- und Gesundheitssport, Masseure und medizinische Bademeister, Sporttherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten
    Teilnahme-empfehlung

    Masterclass

    Referent:

    Berner Fachhochschule
    Herr Dr. Slavko Rogan

    Agenda:

    In der physiotherapeutischen Behandlung wird das autonome Nervensystem (ANS) vorwiegend bei Schmerzpatienten einbezogen. Die Osteopathie hingegen integriert das ANS bei vielen Krankheitsbildern in das Clinical Reasoning und die Therapie. Deren Konzept beruht auf Störungen des ANS, die Krankheitsprozesse fördern und verstärken können. Aus diesem Grund werden manualtherapeutische Maßnahmen nicht nur bei Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt, sondern auch bei Indikationen wie Asthma oder chronischen Lungenerkrankungen oder beim Reizdarm-Syndrom.

    Die World Confederation for Physical Therapy (WCPT) oder die Gesetzgebung (Sozialgesetzbuch V § 92 Abs. 1) oder die Professionalisierung geben vor, dass therapeutische Arbeit evidenzbasiert erfolgen soll. Im Zuge einer evidenzbasierten Praxis (EBP) ist es wünschenswert, wenn empirisches Wissen (externe Evidenz) und Fachwissen (interne Evidenz) und Patientenwunsch zu Erfahrungswissen kombiniert werden. Dabei dient Erfahrungswissen der Entwicklung von Denkmodellen als Basis der Untersuchungs- und Therapiemethodik. Im Regelfall sollen die Wissensquellen gleichwertig sein. Jedoch beruhen viele Therapiekonzepte in der Physiotherapie vorwiegend auf Fachwissen. Der Einbezug von empirischem Wissen in solche Therapiekonzepte steckt noch in den Kinderschuhen.

    Mit Blick auf das ANS und dessen Integration in die Physiotherapie besteht aktuell folgendes empirisches Wissen: Das ANS ist dichotom organisiert. Morphologisch erfolgt eine Einteilung des ANS in ein peripheres und zentrales Nervensystem. Funktionell wird das ANS in das parasympathische Nervensystem (erholungsfördernd) und sympathische Nervensystem (leistungsfördernd) gegliedert. Neue empirische Erkenntnisse verdeutlichen immer stärker, wie systemische Erkrankungen häufig zusätzlich mit Störungen des ANS in Form einer sympathovagalen Imbalance einhergehen. Hierbei wird eine erhöhte neuroendokrine Aktivierung gesehen, die möglicherweise für ein erhöhtes Mortalitätsrisiko systemischer Erkrankungen mitverantwortlich sind.

    Dieser Workshop gibt einen theoretischen und praktischen Überblick über das ANS und dessen Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten in der Physiotherapie. Hierbei stellen die Forschungsarbeiten von Langley aus den Jahren 1900, 1901 und 1921 die Ausgangslage des Workshops dar. Es werden aktuelle anatomische und physiologische Erkenntnisse des ANS für die Physiotherapie theoretisch dargestellt. Der sinnvolle Einsatz und Anforderungen von Untersuchungsmethoden werden herangezogen und Therapiemaßnahmen kritisch beleuchtet, analysiert und diskutiert.

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